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15 Gewählte legten Eid zur Aufnahme in Raerener Kinderrat abBedürfnisse und Wünsche der Kinder ernst nehmen

Kerstin Duyster (links) betreut in Raeren das Projekt Kinderrat.

Ein ganz großer Augenblick war für die Kinder ihre offizielle Eidesleistung. Diese erfolgte mit erhobener rechter Hand und dem Spruch »Ich nehme meine Arbeit im Kinderrat ernst. Ich handele gerecht. Ich werde mich - so gut ich kann - für die Interessen aller Kinder aus der Gemeinde Raeren einsetzen«.
Ein ganz großer Augenblick war für die Kinder ihre offizielle
Eidesleistung. Diese erfolgte mit erhobener rechter Hand und dem Spruch »Ich
nehme meine Arbeit im Kinderrat ernst. Ich handele gerecht. Ich werde mich - so
gut ich kann - für die Interessen aller Kinder aus der Gemeinde Raeren einsetzen«.
Von Ralf Schaus
Raeren
Um die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder ernst nehmen, aber wohl auch aufgrund
der positiven Erfahrungen der beiden vergangenen Jahre wurde am Wochenende der
neue, mittlerweile dritte Raerener Kinderrat offiziell eingesetzt.
Wie ernst die Zehn- bis Zwölfjährigen der Großgemeinde diesen Kinderrat nehmen
und mit welchem Eifer sie auch bei der Sache sind, zeigte sich anlässlich der
offiziellen Eidesleistung am Samstagvormittag im Sitzungssaal des Raerener
Gemeindehauses.
Dass auch die Gemeindeverantwortlichen dieser Initiative sehr positiv gegenüber
stehen, zeigte sich nicht nur daran, dass fast alle Mitglieder des
Gemeindekollegiums, sondern auch mehrere Ratsmitglieder dieser Feier beiwohnten.
Dem, wie er selber anmerkte, feierlichen offiziellen Charakter des kleinen
Festaktes entsprechend, begrüßte denn auch das Gemeindeoberhaupt Hans-Dieter
Laschet (Mit uns) die Kindern, deren Eltern und Lehrer ausgestattet mit seiner
Bürgermeisterschärpe.
Junge Kollegen
Ebenfalls auf die Bedeutung des Kinderrates eingehend, hieß auch Schulschöffin
Fabienne Xhonneux (CSL) die, wie sie anmerkte, »neuen, jungen Kollegen«
willkommen. In ihrer kurzen Ansprache wies die Schulschöffin darauf hin, dass
sie sich auf die Ideen der Kinder freue und darauf hoffe, dass es alle gemeinsam
schaffen, die Meinungen einzubringen. Dies vor allem, so Xhonneux, da die »Kids«
oft eine ganz andere Sicht als die Erwachsene hätten und mitunter auch auf Dinge
hinwiesen, die vielleicht manchmal übersehen würden.
In ihrer Funktion als Projektleiterin dankte Kerstin Duyster, deren Arbeit von
den drei Jugendarbeitern Werner Kalff, Tom Rosenstein und Verena Zimmermann
unterstützt wird, den Gemeindeverantwortlichen im Namen der Kinder, deren Eltern
und Lehrern für die gute Zusammenarbeit.
Eingehend auf den neuen Kinderrat, wies Kerstin Duyster darauf hin, dass 15
Kinder der 5. und 6. Grundschuljahrklassen aus Hauset, Eynatten und Raeren dem
Kinderrat beitreten. Lichtenbusch habe in diesem Jahr leider keine Bewerbungen
eingereicht.
Erfreulich, so die Projektleiterin, sei die Tatsache, dass sich in diesem Jahr
viele neue Kinder an diesem Projekt beteiligten und deren Interesse auch sehr
groß sei. Der Sinn des Kinderrates ist es, so Kerstin Duyster, dass Kinder schon
früh lernen teamfähig zu sein, gemeinsam Demokratie zu leben und zu erleben,
aber auch ihre Ideen in die Gemeinde einzubringen und Dinge zwar kritisch, aber
dennoch realistisch zu betrachten. Von ebenso großer Bedeutung, so die
Projektleiterin, ist aber auch das Miteinander zwischen Gemeindeverantwortliche
und Kinderrat.
Bevor der neue Kinderrat eingesetzt wurde, berichteten die Kinder über Projekte,
die im vergangenen Jahr anstanden, sowie auch über einige, die mittlerweile
verwirklicht werden konnten. So beispielsweise die Realisierung einer eigenen
Website sowie eines eigenen Logos und Visitenkarte.
Interessante Anregungen wie beispielsweise bessere Überdachungen und
Sitzmöglichkeiten an der Schule und mehr Spielsachen sowie die von gleich
mehrfach in Erwägung gezogenen Projekte bessere Fahrradwege, Kinderkino,
Skaterbahn, um nur einige zu nennen, machten ebenfalls die Kinder des aktuellen
dritten Kinderrates, die zuvor von ihren Mitschülern in ihren jeweiligen Schulen
gewählt wurden.
Originelle Vorstellung
Aus Raeren sind dies (6. Schuljahr) Frédéric Offermann, Nadja Niessen, Clara
Schlösser und Jan Pesch, sowie aus dem 5. Schuljahr Sinah Steffens, Sidney
Förster, Magali Mockel und Clara Heese. Aus Eynatten, 6. Schuljahr Paul Schwier,
5. Schuljahr Lucas Schwier und Shari Klein sowie aus Hauset, 6. Schuljahr Paul
Bittner und Timo Bergmann, 5. Schuljahr Lisa Kurth und Tim Courbière.
Ein ganz großer Augenblick war für die Kinder, nachdem sie einzeln ihre Projekte,
sei in Form einer originellen Bastelarbeit oder Zeichnung vorgestellt hatten,
ihre offizielle Eidesleistung. Diese erfolgte mit erhobener rechter Hand und dem
Spruch »Ich nehme meine Arbeit im Kinderrat ernst. Ich handele gerecht. Ich
werde mich - so gut ich kann - für die Interessen aller Kinder aus der Gemeinde
Raeren einsetzen«.
Nach diesem Zeremoniell, dem ein abschließender Umtrunk in ungezwungener Runde
folgte, gratulierten Bürgermeister Hans-Dieter Laschet sowie seine
Schöffenkollegen ihren 15 »neuen, jungen Kollegen« zur Aufnahme in den Raerener
Kinderrat.